Neulich habe ich bei Steffi von Ohhhmhhh einige Buchempfehlungen für werdene Mütter gesichtet und fühlte mich direkt in die Zeit zurückversetzt als ich noch mit Bauchzwerg im Bauch herumlief.

Ich kann heute sagen: Ratgeber finde ich doof.

Die Nathalie damals sagte: Ratgeber sind toll, ohne werden wir unser Kind nicht grosskriegen.

Heute ist mein Meinung: Mein Herz und mein Bauch sind meine besten Ratgeber.

Es war aber ein irre langer Prozess, ein Prozess der mich viele Nerven gekostet hat, mich aber auch stärker gemacht hat. Denn es ist ganz einfach und das sage ich aus voller Überzeugung: Die Dinge die für die Kinder XY gut waren, müssen nicht zwangsläufig für Euch und Euer Kind gut sein. Das muss man erst einmal für sich selber feststellen, man muss sein Kind kennenlernen und dann schauen, was, wie und in welcher Dosis gut für Euch ist.

Damals diese Bücher mein Anker, mein Strohhalm.

Das Buch „Oh je, ich wachse“ war unsere Bibel. Immer wenn das Kindlein irgendwie anders war, mehr oder weniger geschrien hat, sich anders verhalten hat oä- wurde der entsprechende Monat nachgeschlagen, und puh, alles gut, wieder eine Entwicklungssphase, unser Kind ist kein Alien, es ist normal, die Bibel sagt das.Es ist alles nur eine Phase, die vorbei geht. Wir waren beruhigt.

Das ging so lange bis ich auf einmal dachte: Moment mal, es wiederholt sich doch immer alles, das Kind entwickelt sich doch immer weiter und es wird immer wieder alles gut, das Buch brauche ich nicht mehr. Bis es soweit war, hat es aber eine laaaange Zeit gedauert, ich denke ca ein Jahr. Ein Jahr, bis wir endlich im richtigen Eltern-Groove angekommen waren, unser Kind kannten und eher auf unseren Instinkt vertraut haben als auf ein Buch oder Leute die es sowieso immer besser wissen.

Heute lache ich darüber- aber ich kann Euch sagen: Lest Ratgeber, wenn sie Euch helfen. Lebt danach, wenn ihr es braucht.  Das erste Kind finde ich als eine riesen Umstellung, trotz der ganzen Glücksgefühle und der unendlichen Liebe die man empfindet ist es schlichtweg eine Lebensumstellung, so war es zumindest für mich, und da braucht man alle Stützen die man bekommen kann.

Von abgebrochenen PEKIP-Kursen und vor der Hebamme verstecktem Milchpulver erzähle ich Euch mal ein anderes Mal ♥

Übrigens, das sind unsere Ratgeber die noch im Schrank gefunden habe

kitchencloud

2 Thoughts on “Mama werden- Die Sache mit den Ratgebern

  1. Das ist durchaus richtig, Ratgeber braucht kein Mensch. Allerdings fand ich für mich die Bücher von Gonzales und Sears einfach toll (In Liebe wachsen, Mein Kind will nicht essen, Schlafen und wachen) einfach hilfreich um zu lernen auf meinen Instinkt zu hören. Diese Bücher würde ich tatsächlich jeder werdenden Mami empfehlen 🙂

  2. Ich bin vollkommen deiner Meinung! Ich habe mich in der ersten Schwangerschaft habe ich mir auch so viele Bücher gekauft und schnell gelernt auf den Instinkt und auf das Bauchgefühl zu hören bringt wesentlich mehr! Diesmal mache ich es gleich ohne Bücher!
    Auf die Geschichte mit dem versteckten Milchpulver bin ich schon sehr gespannt!
    Liebste Früße

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