Wir wohnen in Bonn. In der schönen Stadt am Rhein. Wir haben ein tolles zu Hause, schöne Möbel, meine Kinder haben Kinderzimmer und viel Spielzeug. Blumen stehen auf dem Fensterbrett und die Sonne scheint.

Ich will mir garnicht vorstellen wie das ist wenn man sein zu Hause verlassen muss. Wenn jemand deine Stadt, deine Strasse und/oder dein Haus zerstört. Und das deiner Freunde. Und Nachbarn. Wenn auf einmal nichts mehr von dem da ist, was du liebevoll ausgesucht hast, deine Kinder gebastelt haben oder du es dir einfach gekauft hast. Alles weg. Und Keiner, der dir vor Ort helfen kann,weil es Allen genauso geht.

Wenn du nur noch das was du am Leib hast und deine Kinder packen musst und zu Fuss und nur mit der Hilfe Anderer flüchten musst. In eine andere Stadt, in ein anderes Land, in eine völlig andere Welt.

Stellt man sich das einfach mal vor, und passt es an sein Leben an, dann ist das zumindest für mich so schrecklich, dass ich das gar nicht in Worte fassen kann und mir Tränen über das Gesicht laufen.

Und dann kommst du endlich, mit all deinen Verlusten in einem dir fremden Land an, hast nichts, alles weg und möchtest nur das es deinen Kindern gut geht, sie vielleicht endlich mal wieder eine Nacht in Ruhe schlafen können und bist dankbar dass du dem Grauen entkommen bist und dich und deine Familie retten konntest..

 

Und dann wirst du von den Menschen die dich eigentlich aufgenommen haben, von denen du dir ein bisschen Frieden versprichst angegriffen-genauso wie in deiner Heimat.

Dazu kann man einfach nichts mehr sagen.

 

 

#bloggerfuerfluechtlinge

 

Egal wie ihr mitmacht, ob ihr spendet oder darüber bloggt-jeder kann helfen. Nur nicht still sein.

bloggerfuerfluechtlinge

2 Thoughts on “Keine Worte-Bloggerfuerfluechtlinge

  1. Genau SO!

    Liebste Grüße
    Rita

  2. Pingback: Bonner Linktipps am Montag: Professionalität | Bundesstadt.com

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