Jetzt habe ich tatsächlich lange gegrübelt, ob ich sie so nennen darf, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass es sein muss. Denn seit ich denken kann, hatte unsere Dorfbäckerei/Konditorei diese leckeren mit glänzendem, und leicht cremigen Schokoguss überzogenen Dinger rund um Karneval im Angebot. Aus fluffigen Biskuit, der auf der Zunge zerging wie Zuckerwatte gefüllt mit einer leckeren, hellen Creme. Dann der Guss und schliesslich, mein Kinder Highlight überhaupt, ein Clown auf einem kleinen Spiess als Topping. Und ja, auch wenn es nicht korrekt ist, sie hiessen und heissen immer und unangefochten:

Mohrenköpfe♥

Nun ist meine Mama ja eine Expertin auf diesem Gebiet  und obwohl es diese leckeren Teile immer mal wieder zu kaufen gibt, schmecken sie eben nicht SO wie damals. Sind sie industriell gemacht, sind sie mit schnöden Pudding gefüllt und anscheinend sind wir zu sehr „Stadt“ als dass es noch eine kleine, schnucklige Konditorei geben würde, die sie so herstellt wie wir es kennen.

Also habe ich mich an Werk gemacht und in meinen Erinnerungen gekramt- Teig, Creme und Guss so zusammengebastelt wie ich es für richtig empfunden habe und heraus kamen wirkliche Kindheits-Erinnerungen-Berliner, leider ohne Spiess mit Clown dafür aber mit zauberhaften Clown-Zuckerwerk von Bombasei.

Wenn ihr also auch schon mal in den Genuss gekommen seit, oder einfach eine leckere Alternative zu den herkömmliche Berliner sucht.. legt los.  Soviel Übung braucht man dafür nämlich nicht, und das Ergebnis ist einfach grandios.

Die Mohrenköpfe bestehen aus zwei Hälften Biskuitteig, mit einer weissen Buttercreme, Aprikosenmarmelade und Schokoguss.

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Zuerst werden die Biskuithälften gebacken. Es gibt tatsächlich Mohrenkopfbackformen, aber normale Muffinformen funktionieren auch super. Diese müsst ihr aber fetten und mehlen, dass heisst ihr fettet zuerst alle Mulden dünn aus und stäubt dann überall Mehl hinein, klopft es wieder raus, am besten so, dass alles mit einer dünnen Mehlschicht überzogen ist.

So wirds gemacht:

Easy Biskuitteig

(ich mache ihn extra lockerer, für einen Boden würde ich mehr Mehl&Speisestärke verwenden).

4Eier

2Essl heisses Wasser

85g Zucker

Vanillezucker

50g Mehl

50g Speisestärke

2TLBackpulver

Zuerst die Eier mit dem Wasser, dem Zucker und dem Vanillezucker super schaumig schlagen. Entweder mit der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät. Die Masse muss richtig hellgelb und seeeehr schaumig werden.

Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und immer einen Teil über die Masse sieben (WICHTIG: SIEBEN!) und mit einem Teigspachtel (NICHT RÜHRGERÄT ODER SCHNEEBESEN) vorsichtig unterheben. Das solange machen, bis alles miteinander verbunden ist. Das Sieben ist wirklich sehr wichtig, denn sonst habt ihr später kleine Klumpen im Teig. Ebenso wichtig ist das Einarbeiten mit dem Spachtel, denn durch Rührgeräte&Co. wird der Teig alles andere als luftig.

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Den Teig jeweils immer bis zum Rand in die Muffinformen füllen und bei 180Grad Ober-und Unterhitze ca 20Minuten backen. Danach durch leichtes klopfen oder drehen herauslösen und gut erkalten lassen.

Weisse Buttercreme

!Für die Buttercreme müssen alle Zutaten zimmerwarm sein, am besten einige Stunden vor Beginn rausstellen.!

Als Erstes wird eine Baisermasse hergestellt. Dafür drei Eier trennen und das Eiweiss mit 65g Zucker in einer Schüssel über simmerndes Wasser geben und solange mit einem Scheebesen rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. (An dieser Stelle könnt ihr schon Aroma dazugeben, ich habe etwas Vanillearoma genommen.) Wenn ihr keine extra Wasserschüssel habe, reicht auch eine Porzellanschale öä die ihr dann einfach in einen mit  ein wenig Wasser gefüllten Topf gibt (so wie zb bei einer Schokoguss-Herstellung).

Hat sich der Zucker aufgelöst, nehmt ihr den Topf vom Herd oder schüttet die Masse in eine Rührschüssel und mixt Alles 6 Minuten lang auf höchster Stufe zu einer Baisercreme.

Anschliessend kommen 250g weiche Butter Stück für Stück dazu, bitte immer wieder weiterrühren. Wenn die gesamte Butter verwendet wurde, rührt ihr immer noch weiter, nicht erschrecken wenn die Masse zwischenzeitlich geronnen und klumpig aussieht! Das ist richtig und nun seit ihr nicht mehr weit von der tollen weissen Creme. Einfach solange weiterschlagen bis die Masse zu einer schönen, geschmeidigen weissen Creme wird.

Sind die Biskuithälften vollständig erkaltet geht es ans Zusammensetzen. Hierfür 100g Aprikosenmarmelade erwärmen. Dann 5 Hälften mit der glatten Seite nach oben auf ein Backpapier setzen, einen gestrichenen Esslöffel Creme in die Mitte geben, die Ränder mit Marmelade einstreichen und den „Deckel“ daraufgeben und dann einmal komplett mit der flüssigen Marmelade bestreichen. Kurz antrocken lassen.

Nun 250g dunkle Kuvertüre mit 1TL geschmacksneutralem Öl im Wasserbad auflösen (fertiger Guss geht natürlich auch) und das Gebäck damit überziehen. Dann je nach Lust und Laune mit bunten Streuseln&Co dekorieren. 

 

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Ich habe diese hübschen Clowngesichter von der Firma Bombasei zur Verfügung gestellt bekommen, seit gespannt, bald sehr ihr mehr davon.

Ihr Lieben, trotz meiner zahlreichen Geburtstag-Gäste habe ich heute ein kleines Rezept für Euch- Ohne grosse Worte etwas Leckeres für die kommende jecke Zeit- ein Familienrezept:

Feine Mutzemandeln oder bei mir Mutzeblumen (weil meine Mama ihr Mutzenmandeln-Ausstecherform nicht rausrückt) sind kleine Gebäcke aus feinem Teig in Fett ausgebacken, meist in einer typischen Mutzenform die einer Mandel ähnelt. Neben Krapfen und Berliner ein sehr beliebtes Gebäck hier im Rheinland-und auch bei uns zu Hause.

Sehr leicht herzustellen, ohne grosse Wartezeit und mit einem Haps im Mund- also Karnevalszug-und Kinderfreundlich.

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Ihr braucht:

300g Mehl

2 TL Backpulver

100g Zucker

2 Eier

1TL Mandel oder Rumaroma

1TL geriebene Zitronenschale

Prise Salz

90g weiche Butter

Zum Ausbacken geschmacksneutrales Öl oder Frittierfett.

Alle Zutaten vermischen und gut durchkneten. Den Teig ca 1cm dick ausrollen und dann nach belieben ausstechen. Anschliessend im heissen Fett oder in der Fritteuse goldgelb backen.

(Tipp für das Frittieren im Topf: Mit einem Holzlöffel testen ob sich ringsherum um den Löffel Bläschen bilden, dann hat das Fett die richtige Temperatur).

Danach kurz auf Küchenpapier abtropfen und in Zucker oder Puderzucker wälzen.

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Ich packe jetzt kleine Tüten und los geht es auf den Strassenkarneval- habt eine schöne Zeit

Ein dreifaches Mutzenblömchen Alaaaafff!!!!!!

 

Als ich 12 oder 13 war durfte ich immer an Weiberfastnacht meine Mädels nach Hause einladen. (Später kamen dann sogar mal Jungs dazu, ich glaube der erste Junge der mein Zimmer im Dachgeschoss betreten hat hiess Johannes und war der Schwarm meiner Schulfreundin Nadine). Es war immer ziemlich cool, meine Eltern holten Luftschlangen&Co, machten Krapfen und Frikadellen und die grosse Sause konnte starten!

Später wurden dann nicht mehr zu Hause gefeiert sondern Weiberfastnacht frisch gestylt auf die Piste gegangen- und ich habe viel, viel viel gefeiert. Im Moment habe ich deshalb (immer noch nicht) kein Problem damit an Weiberfastnacht mit dem Kindlein auf einen Zug zu gehen und dann mit befreundeten Mädels plus Kind, zu Hause zu bleiben und da ein bisschen zu feiern, anstatt selber raus zu gehen.Also wird einfach etwas vorbereitet, die Karnevalsmusik angeschmissen und dann geht es los. Natürlich gibt es Karneval auch etwas für den süssen Zahn.

Und wie immer gilt bei meinem Kind: „Mama, aber machste bunt, ja?“

Klar, Mama macht.

Bunte Mini-Amerikaner:

150g weiche Butter

100g Zucker

1Tl Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote

Prise Salz

3 Eier

4Essl Naturjoghurt

300g Mehl

2Tl Backpulver

ggf Milch

Für den Guss:

Puderzucker, lauwames Wasser und Zuckerdeko

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Es sind so wenige und nur noch schiefe Amerikaner übrig, weil der Rest schon ohne mein Wissen vertilgt wurde.

Und so gehts:

Zuerst rührt ihr die Butter mit dem Zucker, der Vanille und dem Salz schaumig. Nach und nach gebt ihr die Eier dazu-immer weiter rühren. Nun den Joghurt und das Mehl sowie Backpulver dazugeben und weiterrühren. Falls der Teig zu fest ist ein bisschen Milch dazugeben. Der Teig sollte aber auch  nicht zu flüssig sein.

Nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech mit zwei kleinen Teelöffeln (mit genügend Abstand zueinander) jeweils einen Runden Klecks Teig (walnussgross) setzen.

Bei 180Grad OberUnterhitze ca 15Minuten backen.

Nach dem Auskühlen, Puderzucker mit lauwarmen Wasser vermischen, die Amerikaner damit bestreichen und nach belieben verzieren.

Regenbogen-Keks-Lollies: (inspiriert duch MissBlueBerrymuffin )

300g Mehl

200g Butter

100g Zucker

2TL Vanilleextrakt

1 Ei

Prise Salz

Lebensmittelfarben zb von Wilton

Alle Zutaten rasch zu einem Teig verkneten und diesen dann ca 30 Minuten kühl stellen.

Dann den Teig in soviele Teile teilen wie ihr Farben habt bzw benutzen wollt und jeden Teighaufen einfärben (! Die herkömmlichen Tuben mit Farbe aus dem Supermarkt helfen hier gar nicht weiter, lieber mit Gelfarben oder intensiven Pulvern arbeiten!).

Nun aus Euren verschiedenen Teigen jeweils immer eine Walnussgrosse Kugel nehmen, diese zu einer schmalen Wurst rollen und die verschiedenen Rollen dann ineinander schlingen und zu einer glatten Rolle formen. Diese einmal durchschneiden und auf den beiden Teilen zwei Kekse wie eine Schnecke aufrollen. (Siehe Foto). So mit dem restlichen Teig verfahren- Natürlich könnt ihr auch nur zwei oder drei Farben kombinieren-ganz wie es euch gefällt.

Nach dem backen direkt vorsichtig die Lolliestiele in die Kekse stecken und auskühlen lassen.

Wenn man mag noch mit dünnen Zuckerguss und Glitzerzucker verzieren.

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Die Tage folgen noch die ein oder anderen Schmausereien für Karneval…

 Ich wünsche Euch ganz viel Spass beim Nachbacken. ♥

Mögt ihr Karneval? Vielleicht eine gebietsbedingte Frage, aber trotzdem! Mögt ihr es?

Ich ja! Und wie! Die Prioritäten haben sich zwar seit das Kindlein in meinem Leben ist ein bisschen verschoben, aber ich habe schon so viel gefeiert in meinem Leben, da tausche ich gerne Kneipe gegen Kinderkarneval und stundenlanges Stöbern nach einem Kostüm für mich in stundenlanges Nähen und kleben für das jeweilige Wunschkostüm des Kindleins. (Wobei es bei uns immer zwei sein müssen, eines für den „Hallen-Kindergartenkarneval“ also ein Innenkostüm und dann noch das Kostüm für den Strassenkarneval, aber dazu bald mehr).

Geboren in Bonn, ausschliesslich in Bonn & Köln gewohnt, kann ich also sagen: Ich bin eine echte Rheinländerin und finde Karneval toll!

Egal ob jetzt Kostüm, das Kölsch oder das Gebäck, was es um diese Zeit beinahe in jedem Geschäft zu kaufen gibt.

An den leckeren Krapfen, Berlinern in allen Variationen bishin zu Muzemandeln- ich komme einfach nicht vorbei!

Bis letzte Woche dachte ich wie gesagt, dass es nur im Rheinland diese wahnsinnige Auswahl an Fettgebäck gibt, und ich aufgrund meiner selbstaufgelegten Zucker-Abstinenz die entsprechenden Stellen einfach meiden kann.

Da hatte ich aber nicht mit dem Berliner Flughafen gerechnet. Kaum gelandet, hatte ich erstmal Kaffee-Durst und habe mich zu einem der zahlreichen Bäckerein/Stehcafes begeben. Und was lachte mich da in wikrlich allen Variationen an? Genau! Berliner, Krapfen, Vanillebällchen- alles was das rheinländische Herz begehrt. Mit Marmelade, mit Pudding, Guss- nun ja ich muss euch nicht sagen was der Magen dazu gesagt hat. Aber: ich habe nichts gekauft, hatte aber dafür den ganzen Rückflug und die Tage nur einen Gedanken: Krapfen, Krapfen die ich essen kann!

Ein wenig rumexperimentiert, habe ich wirklich ein schönes Rezept für Euch- natürlich Low Carb! Yeaaahhh! Es schmeckt ein wenig nach Marzipan, und es sind auch keine luftigen Krapfen sondern eher festere Bällchen, aber durch die Zugabe von mehr Milch wird der Teig flüssiger und somit auch ein wenig fluffiger.

Hier gilt aber wieder: Es schmeckt mir als zuckerundmehllose sehr gut, ich denke aber dass es für die normalen Gaumen (wie alle LowCarb Gebäcke) gewöhnungsbedürftig sein könnte.

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Ihr braucht:

250g Magerquark

200g Butter

200g Mandelmehl

100g Xucker

1 TL Vanilleextrakt oder Bittermandel

Einfach alles zu einem zähen Teig verrühren, wem es zu dickflüssig ist, einfach etwas Milch dazugeben (kann auch Wasser sein) und dann in Sonnenblumenöl goldgelb ausbacken.

Nach dem Ausbacken kurz auf Küchenpapier abtropfen und dann in normalen Xucker oder PuderXucker wälzen. (Dafür einfach den Xucker in einer Küchenmaschine oder elektrischen Kaffeemühle pudrig mixen).

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Das wars auch schon! Hier habt ihr noch ein bisschen Karnevals-Stimmung zu den kleinen süssen Fettbällchen- Eines meiner allerliebsten Lieblingslieder- Schaut mal hier.

Auf der Seite findet ihr auch sämtliches Liedgut, und für Nicht-Kölner und Rheinländer viele Infos zum Einlesen, damit ihr Euch auch ja zurechtfinde.

Lieben Dank an Martin an dieser Stelle.

 

Allaf und alles Liebe

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