Jetzt ist unsere Baby-Halbzeit schon vorbei, es läuft alles gut. Der Babykleiderschrank füllt sich, Kinderwagen und Bettchen stehen schon bereit und der Bauch wächst und wächst. Das Einzige was mir wirklich Sorgen macht, ist das Kindlein. Sie wusste schon ganz früh dass sie ein Geschwisterchen bekommt, das haben wir absichtlich so gemacht, damit sie genug Zeit hat sich daran zu gewöhnen. Und gefreut hat sie sich, wie Bolle! Stand sie doch monatelang zuvor an ihrem Fenster und wünschte sich vom lieben Gott einen Bruder oder eine Schwester. Das war schon alles so süss und lieb- wir hatten immer ein gutes Gefühl. Keine Eifersucht zu spüren- jeden Tag wurde mein Bauch gestreichelt, geküsst und mit ihrem Geschwisterchen gesprochen.

Nun soweit so gut- aber sie macht sich Sorgen. Vielleicht hat sie auch ein wenig Angst. Umso grösser nämlich der Bauch wird, umso mehr hängt sie an mir, umso mehr werde ich liebkost, gestreichelt und umarmt. Ich bekomme ständig kleine Geschenke, Bilder etc. Sie hilft mir ungefragt- holt mir zum Beispiel neues Wasser aus der Küche- ganz viele kleine Dinge an denen ich merke, dass sie mir (und Papa) besonders gefallen möchte.  Bis dato habe ich sie gelassen, und ihre Zweifel und Ängste mit viel Zuwendung versucht zu verscheuchen.

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Vor ein paar Tagen kam dann aber, einfach so und ohne wirklichen Auslöser, dieser Satz:

„Mama, habt ihr mich noch genauso lieb, wenn das Baby da ist?!“

Bahm, da war er! Ich war total geschockt, es kam einfach unvermittelt und ich kenne meine Kleine sehr gut und ich weiss was in ihrem Köpfchen vorgeht, wenn sie so etwas sagt.

Man sagt ja immer, man soll das zweite Kind im kurzen Abstand nach dem ersten bekommen. Unser Abstand ist natürlich viel grösser und unsere Hoffnung war, dass sie es einfach besser versteht, einfach weil man schon ganz normal mit ihr reden kann.

Aber das sie sich solche Gedanken macht, damit haben wir (in dieser Form) nicht gerechnet.

Was also tun? Wir haben entschieden, wir machen weiter wie bisher. Beziehen sie bei allen Dingen bei denen es möglich ist, mit ein, verdoppeln die Schmusezeiten und geben ihr ganz viel Mama und Papa Zeit. Und ihr immer wieder begreiflich machen, dass wir eine Familie sind und sie sich keine Sorgen machen muss.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Was soll man als Eltern tun wenn Liebe, Zuneigung und Reden nicht mehr ausreicht um die Sorgen zu verwischen?

Alles Liebe, Eure Nathalie

In letzter Zeit war Instagram und Facebook voll mit Statusmeldungen- allesamt mit Bildern und Berichten von Familienurlauben. Es scheint, als ob im Moment jeder Richtung Süden düst, die Kids im Gepäck. An sich wären wir jetzt auch weg. Zuerst nach Borkum und dann später nach Mallorca. Nun ist uns aber Etwas dazwischen gekommen, deshalb wird es dieses Jahr ein klitzekleines Bisschen anders als Letztes Jahr.

Die Fakten: Wir bekommen Nachwuchs, im November. An sich kein Grund nicht in den grossen Urlaub zu fahren.

Aber: Das Kindlein hegt seit langem, ausgelöst durch diverse Disney und Barbie-Filme, einen grossen, riesen Herzens-Herzenswunsch: Es möchte nach Paris!

Den Eiffelturm sehen, genau wie Remis aus Ratatouille und (Zitat: Echte, frankreichische) Croissants essen. Da das eigentlich zu ihrem Geburtstag im November geplant war, das nun ja nicht mehr geht, und es doch sehr gemein wäre, dem Kindlein wegen dem neuen Menschenkind diesen Wunsch einfach abzulehnen, düsen wir also in den Ferien nach Paris.

Und: Sie weiss es nicht! Ebenso weiss sie nicht, dass das von ihr in Afrika vermutete Disneyland auch in Paris zu finden ist (plus sämtliche herzgeliebten Prinzessinnen & Remi wird auch da sein).

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Heisst für uns, wir fahren nach Paris plus Disneyworld mit allem drum&dran (Wusstet ihr, dass man mit Cinderella essen kann? Ich bis dato auch nicht) und geben dafür soviel aus wie für eine Woche Familienurlaub auf Mallorca. (Von diversen Shops vor Ort mal abzusehen).

Ich bin aber ziemlich happy damit ihr diesen Wunsch zu erfüllen und freue mich schon auf ihr Gesichtchen!!!

Also gibt es bei mir bald keine Strandfotos sondern: Paris für Kinder! ♥

Alles liebe, Eure Nathalie

 

Bei der lieben Mamanotes habe ich kürzlich einen Link entdeckt- er führt Euch zu einem Bericht von Jesper Juul. Im Grossen und Ganzen ging es um das Essen innerhalb einer Familie- um das GEMEINSAME Essen mit Kindern.

Wir hatten auch ein paar Phasen, da wurde aufgestanden, die sonst so geliebten Nudeln weggestossen und noch einiges mehr. Aber ich finde, es hielt sich in Grenzen.

Denn ehrlich, wir haben doch alle mal einen schlechten Tag oder? Warum dürfen dann Kinder keinen haben? Eben. Dürfen sie.

Nun, wir haben das (Bei uns ja an sich nicht vorhandene Problem) so gelöst:

Es gibt neben den „normalen“ Regeln am Tisch (Kein Sprechen mit vollem Mund, nicht stopfen etc) noch ein paar kleine Rituale, die wir schon lange leben und die uns, wie ich denke, sehr geholfen haben, diese Am-Tisch-sitzen-ist-doch-doof-und-zusammen-essen-sowieso Phase nur zu streifen:

1) Wir gehen zusammen einkaufen- Natürlich geht das nicht immer, aber sie ist sehr oft dabei.

2) Sie darf sich Lebensmittel aussuchen die sich nicht kennt, die sie mag und so einen Teil der Essensplanung mitbestimmen. (Natürlich nicht die tausendste Gummibären-Tüte oder diverse Schokoriegel).

3) erschliesst sich aus 2), am Wochenende bestimmt einen Tag das Kindlein was es zu Essen gibt und kocht es auch mit mir. (das man manchmal 6 Wochen in Folge Spinat essen muss, sei vielleicht noch zu erwähnen). Heisst aber auch, sie darf Messer, Kartoffelschäler etc nutzen. Abschmecken, würzen- einfach alles machen wir zusammen und sie macht aktiv mit. (Beim Backen natürlich auch).

4) Tisch decken, komplett mit Sets, Gläsern, Tellern aus dem Schrank holen- all das darf sie schon seit sie 2 1/2  ist und wenn ich ehrlich bin ist das schon richtig toll! Klar, man muss einfach mal vertrauen und darf nicht schimpfen wenn etwas kaputt geht oder nicht so klappen will. Aber zerbrochen ist noch nie etwas- mit 2 1/2 durfte sie den Frühstückstisch mitdecken- alle Sachen lagen immer nur am Ende des Tisches, einfach weil sie sonst nicht dran kam, aber sie war super stolz auf sich. Heute nimmt sie Gläser, Teller, Glasschüsselchen&Co. komplett eigenständig aus den Schränken. (Plus Servietten „als Deko Mama“ Mutterherz schmilzt) und deckt den Tisch.

5) WIr sitzen alle am Tisch, nur das Radio an,nehmen uns an den Händen und sagen unsere Sprüche auf (einen aus dem Kiga und einen der von meiner Familie kommt und gott sei dank übernommen wurde). Für Erwachsene vielleicht ein bisschen befremdlich, ich zb kenne es nicht anders und finde es ein schönes Ritual.

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Und? Steht sie auf? Nein! Sie hat für ihr Essen mitgearbeitet, hat es wertgeschätzt und ist zudem noch Stolz wie Bolle dass sie das alleine alles geschafft hat.

Mir ist klar, dass man das nicht alles IMMER machen und leben kann, aber ab und an wird es bestimmt möglich sein, ich denke das reicht um zu vermitteln worum es geht. Wir machen es zumindest so und es klappt, bis auf gelegentliches Stopfen wenn es besonders gut schmeckt oder Schmatzen bei Suppe, ganz gut ♥

Die Vorstellung ist für mich kaum auszuhalten und dicke Tränen schießen aus meinen Augen, in sekundenschnelle habe ich einen dicken Kloss im Hals. Es ist Montagabend und ich schaue wie immer WDR. Und ich stelle mir vor, was das für ein Gefühl ist wenn man sein Kind leblos im Bett findet. Aber mal der Reihe nach. Es geht um diesen Bericht hier. Über die Umstände kann und will ich mir keine Meinung erlauben, ich werde mir auch nicht anmaßen über jemanden, sei es das Krankenhaus oder die Ärzte zu urteilen. Als Mama aber, die bei der Vorstellung so etwas erleben zu müssen nicht aufhören kann zu heulen, und die einige ganz ähnliche Erfahrungen gemacht hat, muss ich meine eigene Meinung dazu äußern

Ich bzw. wir sind keine Panik-Eltern. Wir rennen nicht bei jedem Schnupfen zum Arzt, wir werden nicht hysterisch wenn das Kindlein Flecken hat oder einfach mal eine Erkältung. Unsere Kinderärztin ist ein absoluter Goldschatz, zu der ich gerne gehe, aber  dass mache ich wirklich sehr sehr selten außerhalb der üblichen Untersuchungen. Denn: Wenn man sein Kind gut beobachtet, es kennt und wachsam ist dann WEISS man einfach was es hat, weiß es einzuschätzen und damit umzugehen. So ist das Kindlein zb bei einer Erkältung ohne Fieber einfach nicht Kindergartenfit, dass weiß ich und dann bleibt sie zu Hause (andere Eltern sehen das anders). Oder ich renne nicht bei jedem leichten Durchfall zum Arzt, weiß aber wenn bei ihr andere Anzeichen dazukommen ist das nicht normal (für sie) und ich muss mit ihr zum Arzt. Sie ist kein empfindliches Kind, heißt für uns wenn sie jammert oder Schmerzen hat, dann ist da auch was dran. Sie wird ernstgenommen. Bei uns.

Nun waren wir in den letzten vier Jahren trotz aller Wachsamkeit nur 4 Mal im Krankenhaus. Und 3 von 4 Besuchen waren furchtbar und decken sich (leider) mit den vielen Erfahrungen die Eltern erleben mussten.

Das erste Mal war sie ca. 3 Monate alt, ich hatte sie auf der Wickelkommode, hob ein Tuch vom Boden auf und schon war sie runtergefallen. Mein sonst immer laut und schrill schreiendes Baby wimmerte und es war klar dass ich sofort ins Krankenhaus fahren würde. Sie wimmerte die ganze Zeit, was ich auch der Dame an der Anmeldung mitteilte. „! Hat sie gekotzt?“ „nein, aber sie wimmert, dass macht sie sonst nicht.“ „ ja, ok. Aber sie kotzt ja nicht. So schlimm ist dass dann nicht“.

Aha, ok, wenn mein 3 Monate altes Babymädchen also von der Wickelkommode stürzt, danach nicht schreit, nur wimmert, dann ist das also nicht schlimm. nach drei Stunden (ja, ernsthaft) Wartezeit wurde sie keine 5Minuten untersucht. Rücken, Augen Kopf- das war es. Die Ärztin meinte auch nach meinem Nachfragen, dass Kinder im dem Alter das gut verkraften würden und mehr Untersuchungen nicht nötig wären.

Das war unser erster Besuch im Krankenhaus.

Das zweite Mal war sie 1 ½ Jahre alt, hatte einen schlimmen Durchfall (natürlich wieder am Wochenende) war schlapp und trank nichts mehr. Zu dieser Zeit war der EHEC Virus überall in den Medien und wir fuhren wieder ins  Krankenhaus.

Diesmal nur nach 2 ½ Stunden Wartezeit kam ein älterer Arzt, tastete ihren Bauch ab, redete mit ihr, sie reagierte normal. Sein Ergebnis: Sie ist noch zu fit, als das es was Schlimmeres sein könnte.  Auf die Fragen wegen dem EHEC reagierte er gar nicht.

Nach diesen beiden Malen hatte sich dieses Krankenhaus (erstmal) für mich erledigt. Leider muss ich heute sagen. Denn Weihnachten 2012 war es dann wieder soweit. Das Kindlein hatte seit zwei Tagen 40Grad Fieber war so dermaßen schlapp und schlief den ganzen Tag -war kaum ansprechbar. SO hatten wir Sie bis dato noch nie erlebt. Es war der 23.12.2012 als wir in eine andere Kindernotfallklinik fuhren. Es war ziemlich voll und wir mussten mit Fieberkind 3 ½ Stunden warten. Das Kindlein sollte sich komplett ausziehen und zitterte natürlich, einen junge Assistenzärztin mit mega motziger Kinderkrankenschwester im Schlepptau , oder einfach nur eine Hilfe, ich kann es bis heute nicht sagen, fragte nach ihrem Zustand etc. Das sie Fieber hätte, sei doch normal auch solang und so hoch. Und glühen? Nein sie zittere doch. (Ja klar würdet ihr auch wenn ihr Euch komplett ausziehen müsstest und krank seit oder?) Ich sagte nein, dass sei nicht normal dass hatte sie noch nie, sie ist sonst anders und nicht so schlapp und kaputt wie die letzten zwei Tage (mit Medikamenten).

„ Wo hamse denn gemessen, das Fieber“ (die ätzende Helferin)

„ Im Ohr“

„Na im Ohr (arrogantes Lächeln) das bringt ja nichts.“

Sprach sie und miss Fieber und wo? Ihr werdet es kaum glauben, Im OHR.Eine riesen ganze Sekunde lang.

„ Also sorry, im Ohr, so kurz und das war es jetzt? Sie glüht richtig“

„ Na, Eltern können das nie so richtig einschätzen“

Ich wurde lauter,  aber Gott sei Dank griff die Ärztin dann doch mal ein.

„ Bitte noch einmal rektal Fieber messen „

Ergebnis: 39,8 mit Fiebersaft, heißer Rücken etc. nach einigen Tests. Lungenentzündung, Antibiotika plus fiebersenkende Mittel.

Ach echt?

Ich muss Euch sagen, ich hasse das. Ich weiß, dass es Leute gibt, die wegen jedem Pups mit ihrem Kind ins Krankenhaus fahren, aber ehrlich, wie kann ich als Elternteil wissen dass es eben nur ein Pups ist? Genau, gar nicht! Und ich glaube nicht, dass es eine tolle Freizeitbeschäftigung ist, Stunden im Krankenhaus zu warten, mit einem kranken oder verletzen Kind.

Keiner, dessen Kind nicht in diesem Moment  in irgendeiner Weise krank ist, kann nachvollziehen wie man sich als Mama oder Papa fühlt und welche Ängste man hat. Und grade in einer Kindernotfallpraxis sollte man doch mit Respekt behandelt werden, und nicht wie in einer Abfertigungshalle.

Vielleicht manchmal mit einer Portion weniger Arroganz und Besserwisserei, den manchmal könnte es einfach Eltern geben die Recht haben, die ihr Kind kennen und das einfach besser als ihr, die ja schliesslich Medizin und nicht Kinderverhaltenskunde studiert habt.

Heute endlich melde ich mich nach einer mega langen Weihnachts- und Jahreswenden Pause auch mal wieder zu Wort. Ich hoffe ihr hattet alle eine schöne Zeit und konntet es geniessen.

Unser Weihnachten war diesmal wirklich sehr schön, aber ich bin ja auch ein Weihnachts-Junkie. Das Kindlein hatte ebenfalls eine tolle Zeit (hoffe ich zumindest) – hier mal ein kleiner Einblick:

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Bei mir ist derzeit soviel los, privat, im Job und Blogtechnisch ebenso, da musste ich erstmal ein wenig sortieren. Deshalb gab es auch keinen richtigen Jahresrückblick- aber eine kleine Vorschau,die wird es heute geben.

Blogtechnisch wird sich hier nämlich doch ein bisschen was ändern. Das Blögchen hat nämlich Ende Februar seinen ersten Geburtstag und bekommt zu diesem tollen Anlass ein neues Kleid und Makeup verpasst, cool oder?  Ich freue mich sehr! Mehr dazu gibt es schon ganz ganz bald.

Auch backtechnisch ändert sich hier ein bisschen was. Wie ihr wisst, sind mein Blog und ich kein klassischer Foodblog-eher ein Mix aus Vielem. Dennoch backe ich sehr sehr gerne, einfach für den normalen Hausgebrauch und nicht unbedingt für die grosse Bühne. Da mir im letzten Jahr aber einige so lieb geschrieben haben, dass sie wegen mir ihre Backmischungen um die Ecke gebracht haben, hey da mache ich doch gerne fröhlich weiter!

Einzige Änderung dieses Jahr: Ich backe nicht mehr mit Zucker und Mehl!

Häh? Werdet ihr Euch jetzt fragen. Es ist so, ICH für MICH, backe seit einem Jahr genau ohne Zucker und Mehl, für Familie und Freunde aber mit. Das heisst genauer, meistens backe ich zweimal für einen Anlass, was mich, obwohl ich es von Herzen gerne mache, manchmal ein wenig gestresst hat. Von einer schönen Präsentation und Fotos für den Blog machen mal abgesehen. (Was einfach nicht möglich war).Ich habe mich nun ein Jahr daran gewöhnt, soviel ausprobiert und stosse immer wieder auf neue Möglichkeiten.

Mein Plan für dieses Jahr also: Zucker-und Mehlfreie (und damit lowcarb) Rezepte für Alle!

Ebenso schwirren mir ein paar Kinder-Projekte im Kopf herum, dazu auch später mehr.
Ende der Woche fliege ich erstmal nach Berlin und treffe dann endlich Anna von BerlinMitteMom (und ich freue mich wahnsinnig) und dann gehts zum Dove Workshop.

Ich freue mich auf ein schönes 2014- und bei all Euren Projekten:  leben nicht vergessen!

Alles Liebe

PS: Jetzt kommt doch grad tatsächlich „Last Christmas“ in meiner Playlist-wenn das kein Zeichen ist!